9. Oktober 2013
Computersimulationen sind entscheidend für die heutigen Fortschritte in der Chemie.
Der Grund ist, dass viele Reaktionen in Bruchteilen von Sekunden ablaufen, die experimentell nur schwer oder gar nicht zu erfassen sind. In den 1970er Jahren haben die drei US-Forscher Martin Karplus, Michael Levitt und Arieh Warshel die Grundlagen für die modernen Computermodelle von heute gelegt - deshalb bekommen sie jetzt den Chemie-Nobelpreis. Das hat die Königlich-schwedische Akademie der Wissenschaften mitgeteilt. Die drei Forscher hätten mit ihrer Arbeit bahnbrechend zur Entwicklung universeller Computermodelle zur Voraussage chemischer Prozesse beigetragen. Martin Karplus ist in Österreich geboren, lebt aber seit 1938 in den USA - aktuell arbeitet er an der Elite-Universität Harvard. Michael Levitt stammt aus Großbritannien und arbeitet heute an der Stanford Universität. Und auch der Israeli Areih Warshel hat heute einen US-Pass und lehrt in Los Angeles.
Die Nobelpreise werden traditionell am 10. Dezember verliehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)