9. Oktober 2013
In Litauen gibt es Streit um eine Fernsehsendung.
Dabei geht es um den 13. Januar 1991, der als Blutsonntag von Vilnius in die litauische Geschichte einging. Sowjetische Panzer waren in die Hauptstadt eingerückt und hatten Demonstranten beschossen; es gab Tote und Verletzte.
Mit einer Sendung über das Ereignis hat jetzt der private russisch-sprachige Fernsehsender PBK für Empörung gesorgt. In dem Beitrag war von litauischer Provokation die Rede und es hieß, keiner der Zwischenfälle von damals könne sowjetischen Soldaten angelastet werden. Die litauische Rundfunkaufsicht fordert eine Richtigstellung und eine Entschuldigung des Senders. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Zurzeit ist das Programm, das aus dem Nachbarland Lettland sendet, in Litauen nicht mehr zu empfangen, da der Satellitenbetreiber den Sendebetrieb als Reaktion auf die zahlreichen Beschwerden eingestellt hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)