10. Oktober 2013

Lebenserwartung: Reiche werden älter als Arme

Ob man alt wird oder nicht - das wird in Deutschland immer mehr auch durch das Einkommen bestimmt.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung haben herausgefunden, dass die Schere zwischen Arm und Reich bei der Lebenserwartung weiter auseinander geht. Vor gut 20 Jahren lebte

n Männer mit einer hohen Rente im Schnitt gut drei bis dreieinhalb Jahre länger als Männer mit einer sehr niedrigen Rente. 2008 stieg der Abstand zwischen beiden Gruppen auf rund fünf Jahre.

Die Wissenschaftler erklären sich den Zusammenhang zwischen Rentenbezügen und Lebenserwartung mit Unterschieden in der Bildung der Menschen. Wer gebildet sei, ernähre sich gesünder, habe bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und verdiene mehr. Das komme dann bei der Rente zum Tragen.

Für die Studie wurden Daten der deutschen Rentenversicherung ausgewertet, die rund 86 Prozent der Bevölkerung umfassen. Frauen, Einwanderer und Ausländer wurden nicht berücksichtigt, weil sie Lücken in ihrem Arbeitsleben haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)