10. Oktober 2013

Rückspiegel: Seit hundert Jahren herrscht freie Fahrt zwischen Atlantik und Pazifik

Unsere Kategorie "Rückspiegel" ist diesmal hoch explosiv: Heute vor hundert Jahren, am 10. Oktober 1913, drückte US-Präsident Woodrow Wilson auf einen Knopf und löste im weit entfernten Panama eine Sprengung aus.

Niedergerissen wurde der Gamboa-Staudamm, das letzte Hindernis für eine Wasserweg-Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik, dem Panama-Kanal. Weil damit die Umschiffung Südamerikas entfiel, verkürzte sich der Seeweg zwischen der Ost- und Westküste Nordamerikas erheblich: von beinahe zwei Monaten auf etwa 15 Stunden.

Der amerikanische Traum von einem Schiffsweg zwischen Atlantik und Pazifik ist Jahrhunderte alt, erste Bauversuche an der engsten Stelle des Kontinents wurden im 19. Jahrhundert gestartet. Die Fertigstellung verzögerte sich aber immer wieder. Grund waren Gelbfieber-Epidemien genauso wie Erdrutsche und Finanzierungsprobleme. Vor allem aber kamen immer wieder Gebietsstreitigkeiten auf - die USA hatten den Landstreifen für den Kanal mehr oder weniger einfach besetzt. Erst seit Ende 1999 ist Panama eigener Herr über seinen Kanal.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)