10. Oktober 2013

"Lavabit"-Betreiber Levison: Es sollte Hunderte sichere E-Mail-Anbieter geben

Früher war "Lavabit" ein eher unauffälliger E-Mail-Dienst.

Bis bekannt wurde, dass der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden ihn genutzt hat. Inzwischen wurde der Dienst abgeschaltet. "Lavabit"-Betreiber Ladar Levison durfte deshalb wochenlang überhaupt nichts sagen und Edward Snowden darf er nach wie vor nicht erwähnen.

Jetzt hat Ladar Levison der "Süddeutschen Zeitung" ein Interview gegeben. Er sagte, er habe alles getan, um die Privatsphäre aller seiner Kunden zu schützen. Er habe anfangs nicht gewusst, dass Edward Snowden sein Kunde war.

Er sagte, irgendwann habe er den Code, mit dem die E-Mails der Kunden verschlüsselt wurden, den Behörden zwar wie gefordert übergeben - allerdings nicht in digitaler Form, sondern in schwer lesbarer Schrift, ausgedruckt auf elf Seiten Papier.

Jetzt will Levison den Code der Software, die er für seinen Dienst nutzte, veröffentlichen. Er sagte, wenn es nicht ein "Lavabit" geben könne, solle es Hunderte ähnliche Angebote geben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)