10. Oktober 2013
Nein, sie saugen kein Blut - zumindest nicht hier bei uns.
Im Nationalpark Harz muss die Biologin Andrea Kirzinger häufig Vorurteile gegenüber Fledermäusen abbauen. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte sie, dass es zwar Arten gebe, die Blut saugten, aber die lebten in Südamerika. Im Harz lebt dagegen unter anderem die Mopsfledermaus - sie steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Mit Hilfe von Funksendern haben Mitarbeiter des Nationalparks mehrere Quartiere dieser Fledermausart gefunden, die mit Dutzenden Weibchen besetzt waren. Ein Grund dafür, dass sich die Tiere im Harz wohlfühlen, ist laut Kirzinger die natürliche Entwicklung des Waldes. Er werde sich selbst überlassen. Dadurch gebe es immer mehr alte und abgestorbene Bäume. In ihren Stammrissen oder Baumhöhlen finden Fledermäuse Sommerquartiere.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)