10. Oktober 2013
Wer sein Geld bei einer Bank anlegt und sich dafür interessiert, was die damit anstellt, den dürfte folgende Studie interessieren.
Die Friedensorganisation "Pax Christi" hat fast 300 Finanzinstitute identifiziert, die in Atomwaffenunternehmen investieren. Damit sind die Produzenten von Atomsprengköpfen oder Trägersystemen wie Raketen, Bombern und U-Booten gemeint. Hierzulande ist die Deutsche Bank Spitzenreiter bei diesen Finanzgeschäften - mit 16 Verbindungen im Umfang von 3,6 Milliarden Euro, gefolgt von der Commerzbank und dem Allianz-Konzern mit jeweils über einer Milliarde Investitionsvolumen.
Es folgen fünf weitere deutsche Geldinstitute, die die Studie unter dem Kapitel "Hall of Shame" versammelt: Die Bayern LB, Helaba, DZ Bank, die KfW und die Sparkassen Finanzgruppe.
Bereits zum zweiten Mal veröffentlicht die NGO "Pax Christi" gemeinsam mit dem Wirschaftsforschungsunternehmen "Profundo" im Rahmen der Anti-Atomwaffenkampagne ICAN die Studie unter dem Titel "Don't bank on the Bomb". Vor zwei Jahren kamen sie bei der Untersuchung der Geschäftsverbindungen zu ähnlichen Ergebnissen - geändert hat sich seitdem also nicht viel.
Die komplette Studie zum Nachlesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)