10. Oktober 2013
Wer Gold aus dem Kongo kauft, unterstützt damit unter Umständen die Rebellen.
Aus einem Bericht der US-Menschenrechtsorganisation "Enough Project" geht hervor, dass sich die kongolesische M23-Miliz durch illegalen Goldschmuggel finanziert. Über drei wichtige Exporteure würde das Gold an Juweliere und Banken in aller Welt verkauft. Dem Bericht zufolge beträgt das jährliche Handelsvolumen schätzungsweise umgerechnet fast 370 Millionen Euro.
"Enough Project" mahnte UN-Sanktionen für den Kauf von ungeprüftem geschmuggelten Gold in Uganda und Burundi an. Der Sprecher der M23-Rebellen wies den Bericht zurück.
Die M23 sind 2012 durch eine Meuterei entstanden: Desertierte Soldaten vertrieben die Armee aus dem Osten des Landes und besetzten Ende des Jahres die Stadt Goma. Von dort zogen sie sich zurück, als die Regierung Gespräche anbot. Die Friedensverhandlungen kommen seitdem allerdings nicht voran.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)