11. Oktober 2013
Im Tagesthema beschäftigen wir uns heute mit Urin. In diesem Zusammenhang klären wir, was die lateinische Redewendung "Pecunia non olet" bedeutet.
Übersetzt heißt das Sprichwort: "Geld stinkt nicht" und geht zurück auf den römischen Kaiser Vespasian. Im alten Rom wurde Urin wegen seines Bestandteils Ammoniak für die Ledergerbung und Wäschereinigung eingesetzt. Deshalb wurden an belebten Orten kannenförmige Latrinen aufgestellt, um den von Gerbern benötigten Urin zu sammeln. Um Geld einzunehmen erhob Kaiser Vespasian auf diese öffentlichen Toiletten eine spezielle Steuer. Der römische Schriftsteller Sueton überliefert, der Sohn des Kaisers, Titus, habe sich über die übel riechende Einnahmequelle beschwert, woraufhin Vespasian ihm eine Münze vor die Nase gehalten und Pecunia non olet" geantwortet haben soll.
Die Redewendung hat sich bis heute gehalten, um den Besitz von Geld aus fragwürdigen Einnahmequellen zu verteidigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)