11. Oktober 2013
Wissenschaftsfernsehen ist kein besonderes deutsches Markenzeichen. Es findet überall dort statt, wo es einen großen Markt gibt, ein entwickeltes Wissenschaftssystem und einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Zu dem Schluss kommt Markus Lehmkuhl, Wissenschaftler am Institut für Publizistik der FU Berlin. In Deutschland macht er in einer Analyse für das Jugendmagazin "fluter" etwa 40 Wissenschafts- und Wissensformate im Fernsehen aus. Er unterteilt sie dabei in drei Kategorien: Formate, die Neuigkeiten beispielsweise aus Studien präsentieren. Als Beispiel nennt Lehmkuhl "nano" auf 3sat. Diese Formate seien nicht massenattraktiv und würden deshalb nur im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen. Typ zwei seien Formate, die Wissenschaft als Lieferant von Erklärungen für alltägliche Dinge benutzten. Dazu zählt Lehmkuhl "Galileo". Typ drei seien aufwändige Dokumentationen, die suggerieren, die Rätsel würden gerade gelöst. Auch diese Formate seien massenattraktiv, aber teuer - weshalb auch sie eher selten im Privatfernsehen liefen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)