11. Oktober 2013

"Völlig nutzlos": Christo über seine Verhüllungskunst

"Unsere Projekte sind völlig sinnlos. Niemand braucht sie."

Wahrscheinlich hat sich das auch schon mancher Betrachter gedacht, der sich die Verhüllungskunst von Christo angesehen hat. Gesagt hat es aber Christo selbst, im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Er erzählt darin, wie er schon als junger Einwanderer in Frankreich Dosen und Flaschen in Stoff gewickelt hat. Und er gibt einen Einblick, wie viel er mit seinen Verhüllungen inzwischen verdient.

Alle Christo-Projekte laufen über seine Firma CVJ. Die schießt das Geld vor für die zum Teil extrem aufwendigen Einpackaktionen und verwaltet die Einnahmen. Christo selbst bekommt von der Firma ein Gehalt ausgezahlt, 25.000 Dollar im Monat. Das meiste Geld verdient der aus Bulgarien stammende Künstler aber mit Vorträgen, bis zu 30.000 Dollar pro Auftritt. Dabei befolgt er eigenen Worten den Grundsatz seiner verstorbenen Frau Jeanne-Claude: Von den Reichen lässt Du dir deine Vorträge hübsch bezahlen, bei Organisationen ohne viel Geld redest Du umsonst.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)