11. Oktober 2013

Neue Theorie für die Synapsenbildung

Das menschliche Gehirn hat davon etwa 100 Billionen. Die Rede ist von Synapsen.

Das sind die neuronalen Verknüpfungen, über die zwei Nervenzellen in Kontakt stehen. Dabei ist dieses Verbindungssystem im Gehirn großen Veränderungen unterworfen. Das Leben lang bilden sich neue Verknüpfungen, um das Gehirn an neue Reize anzupassen - etwa beim Lernen.

Neuroinformatiker des Forschungszentrums Jülich haben jetzt eine neue Theorie vorgestellt, wie sich die Synapsen bilden.

Triebkraft für die Neubildung der Synapsen ist demnach das Bestreben der Neuronen, ein vorgegebenes elektrisches Aktivitätslevel einzuhalten. Fällt es unter einen bestimmten Wert, beginne das Neuron, aktiv neue Kontaktstellen aufzubauen. Überschreite das elektrische Aktivitätslevel eine Obergrenze, reduziere sich die Anzahl der synaptischen Verbindungen.

Die Jülischer Forscher kommen damit zu dem Schluss, dass die Synapsenbildung nach der Homöostase funktioniert - sich also immer wieder selbst reguliert, so wie auch die Körpertemperatur oder der Energiestoffwechsel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)