11. Oktober 2013

Epstein-Barr-Virus: Unterschiedliche Genstämme erzeugen verschiedene Krankheiten

Das Epstein-Barr-Virus gibt Medizinern seit langem Rätsel auf.

Die meisten Menschen tragen es in sich, doch nur die wenigsten werden krank. Und wenn es Probleme macht, dann unterscheiden sich die Erkrankungen je nach der Herkunft der Patienten. Europäer und Nordamerikaner bekommen das Pfeiffersche Drüsenfieber, Afrikaner das Burkitt-Lymphom und Südostasiaten eine Krebserkrankung im Rachenraum. Warum die Infektionen so unterschiedlich verlaufen, konnten jetzt Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum erklären. Sie fanden heraus, dass es mehrere Stämme des Epstein-Barr-Virus gibt, die unterschiedlich aggressiv sind. Die Unterschiede im Erbgut seien bekannt gewesen. Zum ersten Mal haben die Wissenschaftler nach eigener Aussage aber zeigen können, dass diese auch tatsächlich für die Eigenschaften der Viren verantwortlich sind - und so die verschiedenen Krankheiten entstehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)