14. Oktober 2013
Die Kosten sind hoch - und wenn Gelder besser verteilt würden, könnten Menschenleben gerettet werden.
Das ist das Ergebnis einer Studie britischer Forscher über die Folgekosten von Krebserkrankungen europaweit, die im Fachmagazin "The Lancet Oncology" veröffentlicht wurde. Demnach entstanden im Jahr 2009 in der EU volkswirtschaftliche Kosten von insgesamt 126 Milliarden Euro. Die Ausgaben der einzelnen Länder seien sehr unterschiedlich. Luxemburg und Deutschland liegen laut Studie insgesamt vorn, Bulgarien ganz hinten. In Zypern werde pro Patient am meisten für Medikamente ausgegeben, in Litauen am wenigsten. Die höchsten Gesamtkosten - mit Arbeitsausfall und Todesfällen - seien durch Lungenkrebs verursacht worden, die medizinische Versorgung für sich genommen sei bei Brustkrebs am teuersten, vor allem durch die Medikamente. Den Großteil der Lasten müssten übrigens nicht die Krankenkassen tragen, sondern Verwandte und Freunde - durch insgesamt drei Milliarden Stunden unbezahlter Pflege.
Die Ergebnisse sollen nach Wunsch der Wissenschaftler der Politik Anhaltspunkte für Entscheidungen geben - wenn beispielsweise Forschungsgelder besser verteilt würden, könne man Menschenleben retten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)