14. Oktober 2013

Wortschatz: Deshalb heißt es "sich wie gerädert fühlen"

In unserer Rubrik "Wortschatz" erklären wir diesmal den Ursprung der Redewendung "sich wie gerädert fühlen".

Im Mittelalter war es eine grausame, aber übliche Hinrichtungsart, dem Straftäter mit einem schweren Eisenrad die Knochen zu zerschlagen. Danach wurden die (teilweise noch lebenden) Menschen auf ein Wagenrad gebunden und dem Verfall ausgesetzt. Das Rädern hat sich wahrscheinlich in Indien entwickelt, nämlich aus dem Brauch, die zum Tode verurteilten Verbrecher unter schwere Götter-Wagen zu werfen, die über sie hinwegrollten.

Wenn man heute den Ausdruck "Ich fühle mich wie gerädert" verwendet, dann meist im Zusammenhang mit einer durchzechten Nacht und den daraus entstandenen Gliederschmerzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)