14. Oktober 2013

Therapien gegen Magersucht untersucht

Den meisten Magersüchtigen hilft eine Psychotherapie.

Das zeigt eine Studie, die an deutschen Unikliniken durchgeführt wurde. Forscher haben für drei verschiedene Formen der Psychotherapie untersucht, wie wirksam sie sind. Fast 250 Erkrankte wurden dazu in drei verschiedenen Gruppen zehn Monate lang unterschiedlich behandelt.

Das Ergebnis: Am nachhaltigsten wirkte eine psychoanalytische Therapie, bei der nach den tiefer liegenden Ursachen der Essstörung gesucht wurde. Dabei seien innere Konflikte und emotionale Auslöser thematisiert worden. Ein Jahr nach der Therapie war die Gruppe im Schnitt am gesündesten.

Eine zweite Gruppe hatte in einer Verhaltenstherapie gelernt, ihr Essverhalten zu normalisieren. Die Magersüchtigen in dieser Gruppe nahmen während der Therapie am schnellsten zu. Die Erkrankten in der dritten Gruppe wurden intensiv von ihrem Hausarzt betreut, der dann einen Psychotherapeuten und eine Therapie auswählte.

Laut den Forschern ist Magersucht die psychische Erkrankung mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Unbehandelt würden etwa fünf Prozent der Erkrankten sterben.

Die komplette Studie kann im Journal "The Lancet" nachgelesen werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)