15. Oktober 2013
Sonne und Wind sind ziemlich launische Energielieferanten.
Wellen im Meer wären dagegen ideal, meinen Wissenschaftler. Schließlich stehen die Ozeane auf der Welt niemals still. Die Zeitschrift "Angewandte Chemie" berichtet von einem Prototyp eines Wellenstrom-Generators, den US-Forscher entwickelt haben.
Dabei handelt es sich um einen Kunststofftank, bei dem Deckel und Boden mit speziellen Kunststoffteilchen bestückt sind. Im Tank befindet sich speziell aufbereitetes Wasser. Kommt es mit den Kunststoffteilchen in Kontakt, werden diese negativ geladen, die Wasseroberfläche dagegen positiv. Es entsteht Spannung. Die elektrische Ladung wird dabei offenbar gespeichert - sie bleibt nach Angaben der Entwickler auch erhalten, wenn Wasser und Deckel wieder getrennt werden.
Das Phänomen, das die Forscher sich bei ihrem Generator zu Nutze machen, nennt man Reibungselektrizität. Sie entsteht zum Beispiel auch, wenn man einen Luftballon an Wolle reibt oder bei trockenem Wetter einen Pullover auszieht.
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ange.201307249/abstract;jsessionid=B7E522BAE194AE94F8CDB71D2746BBF9.f02t02
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)