15. Oktober 2013
Die Luft in Europa ist viel zu schlecht.
Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur sind 90 Prozent von uns weiterhin einer zu hohen Luftverschmutzung ausgesetzt, vor allem in Osteuropa. Ein Forscher-Team hat herausgefunden, dass das auch schon für Kinder im Mutterleib gefährlich ist. Dafür untersuchten sie den Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung, der die Mütter ausgesetzt waren, und dem Geburtsgewicht ihres Kindes. Dabei stellten sie fest, dass mit zunehmender Verschmutzung auch das Risiko stieg, dass Babys mit Untergewicht und zu kleinem Kopf auf die Welt kamen.
Die Forscher fordern, dass die Europäische Union die Grenzwerte für Feinstaub senkt. Wenn statt 25 Mikrogramm pro Kubikmeter nur noch zehn in der Luft wären, gäbe es ihren Angaben zufolge knapp ein Viertel weniger untergewichtige Neugeborene.
Für die Studie wurden Daten zu 74.000 Frauen verglichen, die in ganz Europa zwischen 1994 und 2011 ein Kind bekommen hatten. Die Ergebnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin "The Lancet Respiratory Medicine" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)