15. Oktober 2013

NGO: Barbiepuppen werden unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert

Die Barbiepuppe lächelt - die Arbeiter, die sie in China herstellen vermutlich nicht.

Nichtregierungsorganisationen werfen dem US-Spielzeughersteller Mattel vor, schwere Arbeitsrechtsverletzungen in Kauf zu nehmen. Die Organisation "China Labor Watch" kritisiert in einem Bericht unter anderem Arbeitszeiten von 13 Stunden täglich, Löhne, die nicht zum Leben reichen und fehlenden Arbeitsschutz.

Die Arbeitsrechtorganisation hat nach eigenen Angaben eigene Ermittler in die Fabriken geschleust und mehr als 300 Arbeiter interviewt. Rechne man nicht bezahlte Überstunden, Betrug bei der Abrechnung von Arbeitsstunden und nicht gezahlte Sozialbeiträge zusammen hätten die chinesischen Zulieferer von Mattel ihre Arbeiterinnen und Arbeiter um mehrere Millionen Euro betrogen.

Mattel selbst habe zwar vor 16 Jahren einen Verhaltenskodex für seine Zulieferer aufgestellt, aber viel zu wenig unternommen, um ihn durchzusetzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)