15. Oktober 2013

Traum vom Wunderantrieb: Lichtpulse können sich gegenseitig beschleunigen

Es ist der Traum vom Wunderantrieb.

Vor 15 Jahren hatte ein Forscherteam der NASA die Idee, einen so genannten diametralen Antrieb zu bauen: Sie wollten eine Abwandlung der Newtonschen Mechanik nutzen, wonach sich zwei Objekte mit positiver und negativer Masse permanent gegenseitig beschleunigen. Daraus ist bis heute nichts geworden, denn im freien Raum kann es gar keine Objekte mit negativer Masse geben. Dies würde gegen zu viele Grundgesetze der Physik verstoßen.

Physiker der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben jetzt aber zum ersten Mal nachgewiesen, dass ein diametraler Antrieb in einem künstlich geschaffenen System funktioniert. Sie schickten positiv und negativ geladene Lichtpulse durch ein optisches Fasernetzwerk und die verhielten sich genauso wie mechanische Teilchen mit positiver und negativer Masse: sie wurden immer schneller.

Die Wissenschaftler glauben, dass sich der Effekt auf viele andere physikalische Systeme übertragen ließe. So könne man zum Beispiel Elektronen in Halbleitern auf die gleiche Weise beschleunigen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)