15. Oktober 2013

Neues Gen-Modul steuert Medikation über Glückshormone

Glücksgefühle können uns gesund machen.

Das haben wir schon länger vermutet. Ein Forscherteam aus Basel hat jetzt aber einen Weg gefunden, wie sich mit Hilfe des Glückshormons Dopamin gezielt die Therapie einer Krankheit steuern lässt - im Testfall ging es um Bluthochdruck.

Dopamin schüttet der Körper aus, wenn er etwas Schönes erlebt: ein leckeres Essen zum Beispiel oder guten Sex. Die Wissenschaftler bauten nun in menschlichen Zellen eine Art Miniaturfabrik, indem sie Dopaminrezeptoren mit Produzenten eines blutdrucksenkenden Wirkstoffs verbanden. Die Rezeptoren registrierten den Ausstoß des Glückshormons und regten damit die Produktion an. 100.000 dieser Zellen kamen in eine Kapsel, die wiederum in den Bauch männlicher Mäuse implantiert wurde, die an Bluthochdruck litten. Bekamen die Männchen nun Gesellschaft eines Weibchens, produzierten sie Dopamin und damit auch den Blutdrucksenker. Ihr Blutdruck pendelte sich auf einem normalen Niveau ein.

Die Forscher stellen sich vor, dass mit ihrer Technik alltägliche Situationen für Therapien genutzt werden können. Allerdings werde es wohl noch Jahre dauern, bis ein marktfähiges Produkt entwickelt werden könne.

http://www.pnas.org/content/early/2013/10/08/1312414110

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)