15. Oktober 2013

Studie: Fortpflanzung behindert Selbstheilungsmechanismen

Wenn bei bestimmten Tierarten ein Körperteil abgetrennt wird, wächst es einfach wieder nach.

Bei Säugetieren, wie dem Menschen, geht das nicht. Eine Studie an Zebra-Fischen könnte erklären, warum das so ist. Bei ihnen können die Männchen ihre Brustflosse wesentlich schlechter regenerieren als die Weibchen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das an einem Signal liegt, das während der Fortpflanzung abgegeben wird und die Heilung der Flosse behindert. Die Männchen können sich also nicht so gut selbst heilen, dafür aber gut Nachwuchs zeugen.

Für die Wissenschaftler ist das ein Hinweis, warum im Laufe der Evolution auch bei uns die Fähigkeit zur Selbstheilung zurückgegangen ist. Denn besonders erfolgreich bei der Fortpflanzung waren der Theorie nach vor allem die Tiere, die keine guten Selbstheilungskräfte hatten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)