15. Oktober 2013

Strom: Warum steigt der Verbraucherpreis, wenn der Händlerpreis fällt?

Die Ökostromumlage steigt mal wieder, weil der Strompreis an der Börse fällt.

Die so genannte EEG-Umlage wurde heute um einen Cent auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Soweit so logisch, denn der Staat garantiert allen, die Solarstrom ins Netz einspeisen, einen festen Abnahmepreis, und je höher der über dem Börsenpreis liegt, desto mehr muss über die Umlage aufgefangen werden.

Aber warum sinken eigentlich die Verbraucherpreise nicht, wenn der Börsenpreis fällt? Das Öko-Institut hat folgendes berechnet: Wenn der Einkaufspreis für Strom um einen Cent pro Kilowattstunde sinkt, steigt die EEG-Umlage um 0,4 Cent. Es bliebe also noch was übrig. Die Stromlieferanten sagen nun, dass sie den Strom, den sie uns heute liefern schon vor Monaten oder Jahren eingekauft haben. Doch auch die langfristigen Strompreise sinken. Nur die Haushaltskunden profitieren davon nicht. Das Öko-Institut glaubt deshalb, dass die Preise noch deutlich sinken könnten. Die ersten Stromlieferanten haben auch bereits mitgeteilt, dass sie die heutige Erhöhung der Ökostromabgabe erstmal nicht an ihre Kunden weitergeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)