16. Oktober 2013
Wie lange eine Maus schon tot ist, will meist keiner so genau wissen.
Bei ermordeten Menschen kommt es dagegen sehr genau auf den Todeszeitpunkt an. Er gibt den Ermittlern einen wichtigen Anhaltspunkt zum Tathergang. Den Forensikern könnte in Zukunft möglicherweise eine neue Methode weiterhelfen, die zunächst an Mäusen getestet wurde. Forscher aus den USA untersuchten tote Mäuse über einen Zeitraum von 48 Tagen hinweg mit umfangreichen DNA-Analysen. Analysiert wurde dabei aber nicht die DNA der Maus, sondern die der Bakterien, die auf ihr leben. Deren Zusammensetzung ändert sich nämlich nach dem Tod des Tieres.
Anhand der Daten lässt sich jetzt auch der Todeszeitpunkt einer Maus bis auf drei Tage genau bestimmen, wenn man weiß, welche Mikroorganismen auf ihr leben.
Ähnliche Veränderungen gibt es den Wissenschaftlern zufolge auch bei toten Menschen. Deshalb lasse sich das Verfahren wahrscheinlich auf den Menschen übertragen, um den Todeszeitpunkt besser bestimmen zu können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)