16. Oktober 2013
Wer in einem ostdeutschen Heimatmuseum auch etwas über die Geschichte des 20. Jahrhunderts erfahren will, sucht oft vergebens.
Nationalsozialismus und DDR werden höchstens am Rande erwähnt. Dieser Meinung sind der Museumsverband Brandenburg und das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF). Sie wollen mit einer Tagung Abhilfe schaffen.
Ab morgen beschäftigen sich Wissenschaftler in Potsdam mit der Frage, wie man Stadt- und Regionalmuseen zur aktiven Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte anregen kann - auch, um rechtsradikalen Tendenzen vorzubeugen. Heimatmuseen seien dazu da, Identität zu schaffen, meint die Historikerin Irmgard Zündorf vom ZZF. Bei den Themen NS-Zeit und DDR gebe es aber eine gewisse "Beißhemmung".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)