16. Oktober 2013
Experimente zum Gehirn und den Denkvorgängen werden meist im Forschungslabor gemacht.
Entsprechend begrenzt aussagekräftig sind deshalb manche der Ergebnisse. Wissenschaftler aus den USA haben jetzt Menschen in einer etwas natürlicheren Umgebung untersucht - nämlich im Krankenhaus. Den Epilepsie-Patienten waren zuvor Elektroden implantiert worden, die elektrische Ströme an der Oberfläche des Gehirns messen. Mehrere Tage lang konnten die Forscher so aufzeichnen, was sich zum Beispiel im Gehirn eines Menschen tut, während er sich mit Freunden oder Angehörigen unterhält.
Ein Ergebnis: Anhand der Hirnströme lässt sich relativ gut bestimmen, ob ein Mensch gerade über Zahlen oder mathematische Konzepte nachdenkt. Dazu zählen auch Äußerungen in einem Gespräch wie "ich bekomme etwas mehr Medikamente" oder "der Anfall dauerte 15 Minuten".
Allerdings sagte einer der beteiligten Forscher, die Wissenschaft stehe beim Gedankenlesen noch ganz am Anfang.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)