16. Oktober 2013
In der Steinzeit haben die Menschen vor allem Jagdszenen an die Wände von Höhlen gemalt.
Bisher ging man davon aus, dass diese Motive von den Jägern selbst, also von Männern stammen. Neue Forschungsergebnisse zeigen aber, dass das Gegenteil der Fall sein könnte und möglicherweise vor allem Frauen am Werk waren.
Anthropologen der Pennsylvania State University haben steinzeitliche Handabdrücke untersucht, die sich neben Höhlen-Malereien befinden. Das überraschende Ergebnis: Dreiviertel dieser Handabdrücke stammen von Frauen. Die Länge der Hände und die Breite an Handgelenk und Fingerknöcheln deuteten laut den Forschern in den meisten Fällen darauf hin, dass Frauen die Abdrücke hinterlassen haben.
Die Wissenschaftler sind sich ihrer Sache sicher, denn vor 30.000 Jahren seien die geschlechtsspezifischen Unterschiede - zumindest an den Händen - deutlicher gewesen als heute.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)