16. Oktober 2013
Unter Wasser gibt es noch kein Internet.
Es liegen zwar riesige Kabel auf dem Meeresgrund, die Daten transportieren. Doch im Wasser selber per Internet zu kommunizieren, ist bisher nur begrenzt möglich. Das könnte sich jetzt vielleicht ändern.
Wie das Internetportal Golem schreibt, haben US-Forscher ein Protokoll entwickelt, das eine Kommunikation per Internet mit Sensoren unter Wasser erlaubt. An Land werden Internetdaten über Funkwellen per WLAN oder Mobilfunk übertragen - das funktioniere unter Wasser nicht. Per Sensoren sei es aber möglich, Daten unter Wasser in Echtzeit auf jedes internetfähige Gerät zu übertragen. Die neue Methode basiert den Forschern zufolge auf dem Open-Source- Betriebssystem Linux.
Sie hoffen, dass die Möglichkeit, Daten aus den Ozeanen in Echtzeit zu sammeln und zu verbreiten, dabei helfen kann, Menschen frühzeitiger vor Naturkatastrophen wie Tsunamis zu warnen. Zudem glauben sie, dass ein Internet im Meer dabei helfen könne, Kriminalität unter Wasser zu bekämpfen - wie zum Beispiel Drogenschmuggel mit U-Booten.
Ihre Ergebnisse wollen sie im November auf einer Fachkonferenz in Taiwan vorstellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)