17. Oktober 2013
In unserem Rückspiegel blicken wir heute 40 Jahre zurück.
Damals, am 17. Oktober 1973, stieg der Ölpreis drastisch an, von rund drei auf mehr als fünf US-Dollar pro Barrel. Die Folge war die erste Ölkrise. Vorher hatte die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) ihre Fördermenge um etwa fünf Prozent gedrosselt. Hintergrund ist der Jom-Kippur-Krieg zwischen Israel auf der einen Seite und Ägypten und Syrien auf der anderen. Die meist arabischen OPEC-Staaten nutzten das Öl als politisches Druckmittel. Die westlichen Länder sollten durch die hohen Ölpreise von ihrer Israel-freundlichen Haltung abgebracht werden.
Auch wenn das nicht geschah: Die Industriestaaten merkten, wie sehr sie vom Erdöl abhängig sind. Denn auch als sich die Lage im Nahen Osten entspannte, blieb der Öl-Preis hoch: 1974 zahlte die BRD für ihre Importe 17 Milliarden D-Mark mehr als im Jahr zuvor. Auch im Alltag bekamen die Menschen das zu spüren. Die Wirtschaft flaute ab, Kurzarbeit, Firmenpleiten und Arbeitslosigkeit stiegen an. Und im November und Dezember 1973 wurden vier autofreie Sonntage ausgerufen. Das brachte allerdings keinen nennenswerten Effekt - außer weniger Verkehrsunfälle.
Hier gibt's ein Video der Tagesschau von 1973. Und hier informiert das Haus der Geschichte über die Ölkrise.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)