17. Oktober 2013
Trotz Klimawandel und Erderwärmung breitet sich das Packeis am Südpol immer weiter aus.
Dort haben Satelliten am Ende dieses antarktischen Winters eine neue Rekordfläche gemessen: 19,7 Millionen Quadratkilometer - fast doppelt so viel Fläche wie der europäische Kontinent hat. Seit Jahren wächst die Eisfläche am Südpol an, während die Nordpolkappe inzwischen bedrohlich schnell schmilzt. Polarforscher wissen noch nicht genau, warum die beiden Pole unterschiedlich reagieren. Es könnte an den eisigen Winden am Südpol liegen, die das Gebiet umfegen und vor wärmeren Luftschichten schützen.
Eine andere Erklärung ist, dass sich das Wasser unter dem Packeis auch in der Antarktis erwärmt und dadurch das Eis von unten anschmilzt. Dadurch entsteht aber eine kalte Wasserschicht, die die eisige Oberfläche isoliert und so zu neuem Eis oben führt.
In der Antarktis mit bis zu 4000 Meter hohen Bergen ist es deutlich kälter als am Nordpol. Die kälteste je gemessene Wintertemperatur dort lag bei 89,2 Grad minus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)