17. Oktober 2013
Wer nach einer OP im Krankenhaus liegt, für den können auch sonst harmlose Bakterien lebensgefährlich sein.
Und zwar dann, wenn diese resistent geworden sind gegen Antibiotika und sich so nicht mehr bekämpfen lassen. Mediziner an der britischen Universität von Leicester forschen deshalb nach Alternativen, wie man Krankenhauskeime ohne Antibiotika abtöten kann. Und die Wissenschaftler haben dabei nach eigenen Angaben einen Durchbruch geschafft. Ihre Antwort ist ein Virus.
Das Virus gehört zur Gruppe der Phagen, und es ist in der Lage, ein bestimmtes Bakterium quasi von innen zu zerstören. In dem Fall ist es einer der am weitverbreitetsten Krankenhauskeime überhaupt, ein Bakterium, das tödliche Durchfälle verursachen kann. Der Vorteil des Phagenvirus: Es tötet nur diesen einen Erreger ab. Andere, hilfreiche Bakterien, z.B. in der Darmflora, überleben. Die Behandlung mit dem Virus soll bald in klinischen Studien ausprobiert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)