17. Oktober 2013

Klimawandel: Pflanzen flexibler als gedacht

Eiszeiten haben auch etwas Gutes: Sie fördern die biologische Vielfalt.

Das haben Wissenschaftler der Uni Basel herausgefunden. Sie haben untersucht, welche Folgen die Eiszeit für zwei Alpenpflanzen hatte, Glockenblume und Nelkenwurz. Während die Alpen komplett mit Eis bedeckt waren, waren die Blumen an die Ränder gewandert. Nach der Eiszeit eroberten sie ihren Lebensraum wieder zurück.

Bis jetzt wussten Wissenschaftler schon, dass sich dadurch das Genmaterial verändert hatte. Bei der Glockenblume und der Nelkenwurz haben die Baseler Forscher aber zum ersten Mal sichtbare Spuren entdeckt. Bei der Glockenblume verläuft die Blütezeit in den Ostalpen anders als in den Zentral- und Westalpen. Bei der Nelkenwurz haben die Pflanzen im Westen zum Beispiel weniger Blüten als im Osten.

Nach Ansicht der Forscher zeigen die Ergebnisse unter anderem, dass Pflanzen flexibler sind als gedacht und beträchtliche Fähigkeiten besitzen, sich genetisch an neue Umweltbedingungen anzupassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)