18. Oktober 2013

Alter Schädel gibt neue Hinweise auf menschliche Artenvielfalt

Möglicherweise ist der Stammbaum der Menschen viel kleiner, als bisher gedacht.

Das legt zumindest der Fund eines 1,8 Millionen Jahre alten menschlichen Schädels nah, den ein internationales Forscherteam in Georgien entdeckt hat.

Das Besondere: Der so genannte "Schädel Fünf", wie ihn die Forscher nennen, weist eine kleinere Gehirnkammer, ein langgezogenes Gesicht und auffallend große Zähne auf. Merkmale, die man noch nie gemeinsam gesehen hatte, sondern normalerweise verschiedenen menschlichen Gattungen zuordnen würde - also zum Beispiel dem Homo erectus oder dem Homo habilis.

Den Forschern zufolge könnte das darauf hindeuten, dass die Variation innerhalb einer Abstammungslinie sehr viel größer war, als bisher angenommen und die Einteilung unserer Vorfahren in verschiedene Gattungen irreführend ist. Es kann also sein, dass es nur eine einzige frühmenschliche Gattung gab, die sich von Afrika aus über den Rest der Erde verbreitete.

Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Science" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)