18. Oktober 2013

Unterernährung: Proteine im Blut zeigen Nährstoffmangel

Leidet jemand an Eisenmangel oder fehlen ihm andere wichtige Nährstoffe?

Das lässt sich durch einen Bluttest herausfinden - in reichen Ländern wie bei uns in Deutschland ist das kein Problem. In Entwicklungsländern sind solche Untersuchungen dagegen schwierig - vor allem deshalb, weil viele Menschen dort so unterernährt sind, dass ihnen sehr viele Nährstoffe fehlen. Und für die bräuchte man jeweils einen eigenen Test.

Dafür haben Wissenschaftler von der Johns Hopkins Universität jetzt eine Lösung gefunden. Sie haben entdeckt, dass bestimmte Proteine im Blut Aufschluss über die gesamte Nährstoffsituation des Körpers geben. Die einzelnen Vitamine und Mineralstoffe binden nämlich jeweils bestimmte Proteine an sich. Gibt es davon nur sehr wenige im Blut, ist vermutlich auch der dazugehörige Nährstoff zu wenig vorhanden. Die Forscher hoffen, dass sich jetzt kleine, tragbare Geräte für solche Untersuchungen entwickeln lassen. Sie könnten helfen, die Unterernährung in Entwicklungsländern besser zu verstehen und so Ernährungsprogramme zu verbessern.

Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin "The Journal of Nutrition" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)