18. Oktober 2013

Besiedelungsgeschichte Brandenburgs begann vor 130.000 Jahren

Der Tagebau Jänschwalde bei Cottbus in Brandenburg gilt unter Paläantologen schon lange als eine wahre Fundgrube.

Jetzt haben die Forscher dort Werkzeuge aus Feuerstein gefunden, die dafür sorgen, dass die Besiedelungsgeschichte Brandenburgs umgeschrieben werden muss. Die Funde sind 130.000 Jahre alt. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass erst 40.000 Jahre später Menschen in der Region siedelten. Die jetzigen Funde stammen den Forschern zu Folge vom Neandertaler. Konkret fanden sie einen Schaber und einen Schildkern. Damit haben sie Werkzeuge und Waffen aus Feuerstein hergestellt. Mit dem Schaber schabten die Neandertaler Fleischreste von den Fellen von Beutetieren.

In dem Tagebau bei Cottbus stoßen Wissenschaftler schon lange auf spektakuläre Funde. Vor 110 Jahren wurde dort beispielsweise das erste Mammutskelett Deutschlands entdeckt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)