18. Oktober 2013
Dass Rauchen und Politik miteinander zu tun haben, wissen wir spätestens seit Helmut Schmidt.
Aber ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Zigaretten werden schon lange auch als Träger politischer Botschaften benutzt. In den 1930er Jahren warb zum Beispiel ein grimmiger SA-Mann für die NS-Zigarrette "Trommler" - die "Eiserne Front" der Sozialdemokraten empfahl stattdessen Marken wie "Freiheit" und "Disziplin". Ein Forschungsprojekt der Uni Jena will jetzt der politischen Geschichte der Zigarette auf den Grund gehen. Die Forscher glauben, dass Zigaretten durch ihre Symbolik, aber auch ihren Geruch und das Rauchen an sich versteckt politische Inhalte vermitteln können. Wie das genau funktioniert, wollen sie in den nächsten drei Jahren herausfinden. In der ersten Projektphase steht die Zigarette im 1. und 2. Weltkrieg im Mittelpunkt - später wollen die Forscher den Image-Wandel des Rauchens nach dem 2. Weltkrieg untersuchen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)