18. Oktober 2013
Schon im Mutterleib sind Babys mal wach und mal schlafen sie. Doch mit dem Träumen sollten sie nicht zu früh anfangen.
Forscher der Uni Jena haben herausgefunden, dass Babys, die ihren Traumschlaf zu früh entwickeln, später möglicherweise zu Depressionen neigen. Ein Grund für die frühen Träume ist, dass die Mutter in der Schwangerschaft Stress hat. Zwar wird ein Großteil der Stresshormone in der Plazenta abgefangen, zehn Prozent dringen aber doch bis zum Baby durch. Dadurch wechselt es häufiger zwischen Traum- und Tiefschlaf und kann sein ganzes Leben lang stressempfindlicher werden. Der häufige Wechsel der Schlafphasen und ein erhöhter Stresshormonspiegel sind Zeichen für eine depressive Erkrankung, deshalb kann Stress in der Schwangerschaft ein Risikofaktor für spätere Depressionen des Kindes sein.
Der Jenaer Neurologe Matthias Schwab hat das mithilfe von Tierversuchen herausgefunden. Er will seine Erkenntnisse auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in Wiesbaden vorstellen. Sie geht morgen zu Ende.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)