21. Oktober 2013

Argentinische Ärzte: Pestizide lassen Krebsraten steigen

In Argentinien gibt es immer mehr Beschwerden über Pestizide.

Ärzte in dem Land warnen, dass in den letzten Jahren die Raten von Krebs, Geburtsfehlern und anderen Krankheiten in einigen Gebieten stark gestiegen sind. Und zwar genau dort, wo inzwischen sehr viel Soja angebaut wird und demententsprechend auch mehr Pestizide zum Einsatz kommen.

Die Nachrichtenagentur AP berichtet, dass die Chemikalien oft ganz in der Nähe von Wohngebieten eingesetzt werden, die Arbeiter keine Schutzkleidung tragen und leere Giftbehälter als Wassertanks benutzt werden. Seit 2006 soll eine staatliche Kommission die Situation untersuchen - laut AP ist sie aber schon mindestens drei Jahre nicht mehr zusammengekommen.

Argentinien ist der drittgrößte Soja-Produzent der Welt. In den letzten Jahren hat sich die Anbaufläche auf 19 Millionen Hektar ausgeweitet und damit verdreifacht. Weil herkömmliche Pestizide nicht mehr wirken, werden immer giftigere Chemikalien eingesetzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)