21. Oktober 2013

Simbabwe: Politiker sollen an Elefanten-Vergiftung beteiligt gewesen sein

In Simbabwe haben Wilderer in den vergangenen Monaten hunderte Elefanten vergiftet - vermutlich, um ihre Stoßzähne zu verkaufen. Jetzt gibt es Gerüchte, wonach Regierungsmitarbeiter daran beteiligt gewesen sein sollen.

Die Zeitung "The Standard" schreibt, Dorfbewohner seien von Politikern mit Geld bestochen worden, damit sie nichts verrieten. In die Gift-Aktion sollen auch fünf Minister verstrickt sein. Nach Angaben einer Wildtierschutz-Organisation gibt es ein hochentwickeltes Netz von Wilderern, die von den Behörden geschützt werden. Die Organisation hat die Regierung von Simbabwe aufgefordert, die Vorfälle zu untersuchen.

Der Regierung zufolge wurden 100 Elefanten vergiftet, die Zeitung berichtet von 500. Die Tiere starben, nachdem sie Wasser getrunken hatten, das mit Cyanid versetzt war, einer Blausäure-Verbindung. Einige Verdächtige wurden schon festgenommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)