21. Oktober 2013

Gelkissen leitet Licht besser in Zellen

Zellen kann man mit Licht steuern.

Wissenschaftler können sie so programmieren, dass die Zellen zum Beispiel bestimmte Stoffe produzieren, wenn das Licht an geht. Ganz einfach ist das aber nicht, zum mindest im Körper. Denn das Gewebe leitet Licht nur schlecht.

Forscher der Harvard Medical School haben die Technik verbessert. Dazu betteten sie besonders lichtempfindliche Zellen in ein spezielles Gelkissen ein. Das verbanden sie dann mit Glasfaserkabeln und pflanzten es Versuchsmäusen unter die Haut. Das Gel half, Lichtstrahlen von außen einigermaßen verlustfrei nach innen zu leiten - immerhin 70 Prozent des Lichts erreichte die Zellen.

Die hatten sie vorher so programmiert, dass sie bei blauem Licht ein Protein auszuschütten, das die Insulin-Produktion ankurbelt. Ging das Licht an, sank tatsächlich der Blutzuckerspiegel der Mäuse. Für Menschen müssten die Gelkissen nach Angaben der Forscher größer sein und noch länger getestet werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)