21. Oktober 2013
"Eine Fehlertoleranz von drei Zentimetern ist für uns nicht annehmbar".
Das sagt Andreas Rettig im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußballliga (DFL) bezieht sich auf die mögliche Einführung der Torlinientechnologie. Die wird nach dem "Phantomtor" am Wochenende beim Spiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen wieder aktuell diskutiert.
Die Bundesliga will die Entscheidung über eine Technik, bei der die Torlinie mit sieben Kameras überwacht wird, erst zur Spielzeit 2015/2016 treffen. Andreas Rettig findet das richtig, da die Technologie noch zu ungenau sei und bisher nur auf drei Zentimeter genau arbeite. Seiner Meinung nach könnte das in strittigen Situationen zu heftigen Diskussionen führen. Zudem seien noch viele weitere offene Fragen zu klären, zum Beispiel, ob die neue Technik nur in der ersten oder auch in der zweiten Liga eingesetzt werden soll und ob überhaupt eine digitale Überwachung die richtige Lösung ist. Die Uefa, so Rettig, plädiere zum Beispiel für den Einsatz von zwei zusätzlichen Schiedsrichtern, die nur die Aufgabe haben, Strafraum und Torlinie zu überwachen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)