21. Oktober 2013
Beim Schächten geraten Tierschutz und Religion in Konflikt.
In Polen kommen führende Rechtswissenschaftler zu dem Schluss, dass die freie Religionsausübung mehr Gewicht hat. Hintergrund ist ein Streit zwischen jüdischen und muslimischen Gemeinden und Tierschützern. Nach Ansicht der Juristen sind rituelle Schlachtungen so lange nicht zu beanstanden, wie das polnische Parlament nicht per Verfassungsänderung die Religionsfreiheit einschränkt.
Vor knapp einem Jahr hatte das polnische Verfassungstribunal das Schlachten ohne Betäubung für rechtswidrig erklärt. Vor dieser Entscheidung war Polen auf dem Weltmarkt wichtiger Produzent für Fleisch, das den religiösen Vorschriften von Islam und Judentum entspricht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)