22. Oktober 2013

Haartransplantationen: Neuer Ansatz entwickelt

Volles Haar statt Geheimratsecken oder Glatze.

US-Forscher berichten im Fachmagazin "PNAS"|http://www.pnas.org/content/early/2013/10/16/1309970110.abstract], dass sie einen neuen Ansatz für Haar-Transplantationen entwickelt haben. Sie verpflanzten Zellen, die neue Haarfollikel entstehen lassen - ein Prozess, der im Körper normalerweise nur vor der Geburt oder nach Verletzungen abläuft.

Bei Nagetieren war es schon länger möglich, haarbildende Zellen so zu vervielfältigen und zu transplantieren, dass später neue Haare nachwuchsen. Bisher hatte das beim Menschen nicht geklappt. Den Wissenschaftlern ist es jetzt aber durch eine dreidimensionale Zellkultur gelungen, die haarbildene Fähigkeit zu bewahren. Diese Vorgehensweise entspricht den Forschern zufolge eher den natürlichen Bedingungen im menschlichen Gewebe.

Die neue Methode soll in Zukunft vor allem Patienten helfen, die nicht genug Haare für eine konventionelle Transplantation haben. Davon sind zum Beispiel rund 90 Prozent der Frauen betroffen. Bis das Verfahren wirklich eingesetzt werden kann, müssen nach Angaben der Forscher aber noch weitere Tests durchgeführt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)