22. Oktober 2013

Belastungsstörungen: Antiallergikum könnte vielleicht helfen

Wo sitzen Erinnerungen?

Baseler Forscher sind der Antwort auf diese Frage näher gekommen. Sie haben Moleküle identifizieren können, die für Lern- und Gedächtnisprozesse wichtig sind.

In der Fachzeitschrift "PNAS" schreiben die Wissenschaftler, wie sie vorgegangen sind. Der erste Schritt war eine Analyse von Gen-Netzwerken. Dabei identifizierten die Forscher rund 20 Gene, die beim Erinnern von negativen Gedächtnisinhalten beteiligt sind. Aufgrund der Ergebnisse dieser Analyse untersuchten die Wissenschaftler eine Substanz, die sich an eines der zuvor entdeckten Genprodukte bindet. Ergebnis: Die einmalige Einnahme dieses bekannten Antiallergikums führte dazu, dass sich die Probanden merklich weniger an zuvor gesehene negativen Bilder erinnern. Das Gedächtnis für neutrale oder positive Inhalte wurde dabei nicht beeinflusst. Diese Entdeckung könnte den Forschern zufolge für die Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung von Bedeutung sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)