23. Oktober 2013

Kritik am Deutschlandstipendium: Vor allem wirtschaftsnahe Fächer profitieren

Geschichts- und Linguistik-Studenten haben weniger Chancen auf ein Deutschlandstipendium als Informatik-Studierende.

Das meint der Bildungssekretär der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft. Er sagte dem Evangelischen Pressedienst, dass durch das Deutschlandstipendium vor allem Studierende wirtschaftsnaher Fächer gefördert werden. Das liege daran, dass die Mittel für das Deutschlandstipendium zur Hälfte vom Bund und zur anderen Hälfte von Unternehmen kommen. Darum müssen sich die Unis selbst kümmern.

Eine Mitarbeiterin der Uni Hannover sagte, dass Unternehmen das Stipendium gerne als Recruiting-Instrument nutzen. Deshalb profitierten vor allem Studierende, die etwas Technisches, Ökonomisches oder Naturwissenschaftliches studierten.

Das Deutschlandstipendium gibt es seit dem Sommersemester 2011. Stipendien-Empfänger bekommen unabhängig vom Einkommen 300 Euro monatlich. Der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zufolge profitieren im Moment ein Prozent der Studierenden davon. Weitere drei Prozent bekommen ein anderes Stipendium.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)