23. Oktober 2013

Neues Radarverfahren nach Delfin-Vorbild

Um sich unter Wasser besser zu orientieren, geben Delfine sogenannte Klicklaute von sich.

Anhand des Echos wissen sie dann, wie weit ein Objekt im Wasser entfernt ist, und was es ist - also beispielsweise ein Fischschwarm oder ein Felsen. Britische Forscher haben ein Radarverfahren entwickelt, dass nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Sie senden, genau wie die Delfine, einen doppelten Schallimpuls aus. Das bedeutet, dass die zwei ausgesendeten Schallwellen sich spiegeln: wenn die Kurve der einen Welle nach oben ausschlägt, schlägt die andere nach unten aus. Der doppelte Schallimpuls macht es möglich, durch das Echo natürliche von menschengemachten Gegenständen zu unterscheiden. Außerdem konnten die Forscher damit verborgene Elektronik sichtbar machen.

Das Verfahren könnte helfen, verschüttete Skifahrer oder Bergleute schneller zu finden. Auch bei der Abwehr von Spionageversuchen könnte das Radarverfahren nach Delfin-Vorbild zum Einsatz kommen.

Die Forscher haben ihre Ergebnisse in den "Proceedings A" der britischen Royal Society vorgestellt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)