23. Oktober 2013
Homosexualität ist im Tierreich weiter verbreitet, als man denkt.
Und das häufig aus Versehen. Nämlich, weil sie das andere Geschlecht nicht eindeutig identifizieren können. Biologen der Universitäten Tel Aviv und der ETH Zürich schreiben in einem Fachartikel, dass sich bei einigen Käferpaaren bis zu 85 Prozent der Männchen mit anderen Männchen paaren. Der Grund: Bei Spinnen und Käfern sei das einfach auf Verwechslung zurückzuführen. Insekten seien darauf angewiesen, sich jede ihnen bietende Chance zur Fortpflanzung zu nutzen - auch, wenn es das gleiche Geschlecht trifft. Häufig würden sie das noch nicht einmal bemerken, zum Beispiel weil sich das andere Insekt kurz zuvor gepaart hat und deshalb noch den Duft des Weibchens an sich trägt.
Unter Säugetieren dagegen verhält es sich mit gleichgeschlechtlichem Sex anders. Forscher sagen, dass Jungtiere ihn nutzen, um sich auszuprobieren. Außerdem soll er den Zusammenhalt in der Gruppe stärken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)