23. Oktober 2013
Trost für alle, die mit Mathe auf dem Kriegsfuß stehen:
Zum Teil sind mathematische Fähigkeiten angeboren. Das haben Neurowissenschaftler aus den USA herausgefunden. Sie konnten vom intuitiven, vorsprachlichen Zahlensinn von Babys auf deren mathematische Fähigkeiten im Kindergartenalter schließen. Daraus schlussfolgern sie, dass das Zahlenverständnis zum Teil angeboren sein muss.
Für die Studie setzten die Forscher fast 50 Babys vor zwei Bildschirme, auf denen schwarze Punkte aufblinkten - auf dem einen Bildschirm mehr als auf dem anderen. Tendenziell gucken Babys immer dahin, wo mehr passiert. Die Babys, die auf den aktiveren Bildschirm blickten, hatten demnach also einen besseren Zahlensinn. Drei Jahre später untersuchten sie das Zahlenverständnis der gleichen Kinder nochmal und fanden heraus, dass die gleichen Kinder bei einfachen mathematischen Aufgaben jetzt immer noch besser abschnitten.
Die Neurowissenschaftler schreiben allerdings auch, dass andere Faktoren wie Motivation, Erfahrung und Bildung auch eine große Rolle spielen.
Die Studie wurde im Fachmagazin PNAS veröffentlicht. http://www.pnas.org/content/early/2013/10/16/1302751110.full.pdf+html
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)