23. Oktober 2013

Peru: Streit über Katzen im Kochtopf

Meerschweinchen gelten in Peru als Delikatesse, das ist bekannt und weithin akzeptiert.

Aber dass in einer bestimmten Region auch Katzen gegessen werden, dagegen haben Tierschützer seit Jahren protestiert. Eine Richterin hat den Katzenkonsum auf einer Kirmes jetzt verboten und damit eine große Debatte im dem südamerikanischen Land ausgelöst.

Denn das Katzenessen galt auf der Kirmes in La Quebrada als die Attraktion schlechthin und ist in der gesamten Provinz nicht unüblich. Wie viele Katzen verspeist werden, darüber wird spekuliert. Während peruanische Medien von 100 Tieren auf der Kirmes sprechen, meinen die Einwohner von La Quebrada es seien nur eine Handvoll jedes Jahr.

Es gibt auch eine historische Erklärung für das Katzenessen. Vor einigen Jahrhunderten begannen afrikanischstämmige Sklaven damit, weil sie nichts anderes hatten. So wurden sie Teil des peruanischen Speisezettels - zumindest für eine kleine Gruppe von Menschen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)