23. Oktober 2013
Die Menschenaffen sind im Tierreich unsere engsten Verwandten - und genau das kann ihnen auch zum Verhängnis werden.
In der Elfenbeinküste fanden Forscher bei einem toten Affen ein Tuberkulose-Bakterium, das bei Menschen verbreitet ist. Wo sich der Menschenaffe angesteckt hat, ist unklar. Trotzdem zeigt der Fall, dass Affen durch menschliche Infektionskrankheiten gefährdet sind. Andere Forscher haben überprüft, wie hoch das Ansteckungsrisiko für die Primaten in Afrika ist. In einem Fachmagazin sprechen sie von besorgniserregenden Zahlen. Denn dort, wo die letzten Menschenaffen leben, sind die Tuberkulose-Zahlen weltweit am höchsten. Dazu gehören der Kongo, Gabun, Sierra Leone und die Zentralafrikanische Republik. Laut den Forschern sorgen die schrumpfenden Lebensräume der Affen dafür, dass sie kaum noch um menschliche Kontakte herumkommen. Damit steigt das Ansteckungsrisiko. Die Wissenschaftler sagen, es sei jetzt wichtig, den Durchseuchungsstand der Primaten ingesamt zu ermitteln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)